{"id":77,"date":"2021-02-22T08:57:27","date_gmt":"2021-02-22T07:57:27","guid":{"rendered":"http:\/\/dreizehn.org\/?p=77"},"modified":"2021-02-22T08:57:29","modified_gmt":"2021-02-22T07:57:29","slug":"karate-kata-als-vorbild-fuer-uebungsformen-im-fussball","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dreizehn.org\/?p=77","title":{"rendered":"Karate-Kata als Vorbild f\u00fcr \u00dcbungsformen im Fu\u00dfball"},"content":{"rendered":"\n<h2>Trainingsformen<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Karate unterscheidet man im Training drei Arten. Kihon ist das Training der Grundtechniken, Kata das Laufen vorgegebener Choreographien und Kumite der Kampf. Karateka m\u00f6gen mir diese starke Vereinfachung verzeihen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Fu\u00dfballtraining findet man dazu analog das Techniktraining (Kihon), Pass- und \u00dcbungsformen (Kata) und Spielformen und das freie Spiel (Kumite). \u00dcber Sinn, Zweck, Vor- und Nachteile der einzelnen Formen wurde schon hinl\u00e4nglich geschrieben. Ich m\u00f6chte kurz erl\u00e4utern, welche Erg\u00e4nzung es zur Kata im Karate gibt und wie man sie auf das Fu\u00dfballtraining \u00fcbertragen kann.<\/p>\n\n\n\n<h2>Kata und Bunkai<\/h2>\n\n\n\n<p>F\u00fcr jeden Leistungsstand gibt es verschiedene Kata. Kata f\u00fcr Neulinge sind recht kurz und beinhalten nur wenige Techniken. L\u00e4sst man jemand Unerfahrenen eine Kata laufen, \u00e4hnelt das eher einem Nachahmen von Bewegungen. Es fehlen noch die Pr\u00e4zision, Kraft, passende Atmung und der Rhythmus. F\u00fcr den Coach besteht die M\u00f6glichkeit jede Bewegung zu korrigieren und \u00fcber unz\u00e4hlige Wiederholungen sich einer Idealtechnik anzun\u00e4hern. Als Karate-Neuling ist dies ein zerm\u00fcrbender Prozess, da man schlicht noch nicht wei\u00df wie die Bewegung richtig aussehen soll und viel wichtiger, wie sie sich richtig anf\u00fchlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Deswegen gibt es eine erg\u00e4nzende Trainingsform zur Kata, genannt Bunkai. Im Bunkai wird die Kata in einzelne Sequenzen zerlegt und f\u00fcr jede Sequenz ein praktischer Anwendungsfall trainiert. Dadurch gewinnt der Karateka einen Einblick wof\u00fcr die Elemente der jeweiligen Kata in der Praxis gedacht sind. Hierbei gibt es nicht die eine L\u00f6sung, sondern es ist die Kreativit\u00e4t des \u00dcbenden gefragt selbst verschiedene Anwendungsf\u00e4lle zu entwerfen und gemeinsam mit anderen Trainierenden zu probieren.<\/p>\n\n\n\n<h2>\u00dcbertrag auf das Fu\u00dfballtraining<\/h2>\n\n\n\n<p>F\u00fcr das Fu\u00dfballtraining ergibt das zus\u00e4tzliche M\u00f6glichkeiten den oft etwas statischen und wenig kreativen Teil der Pass- und \u00dcbungsformen zus\u00e4tzlich anzureichern.<\/p>\n\n\n\n<p>Trainierende k\u00f6nnten beispielsweise nachdem der Ablauf einer \u00dcbungsform klar ist, selbst Zeit bekommen in kleinen Gruppen Anwendungsf\u00e4lle f\u00fcr den eben ge\u00fcbten Ablauf im &#8222;gro\u00dfen Spiel&#8220; zu finden. Sie sollen also realit\u00e4tsnahe Situationen mit dem entsprechenden Gegnerdruck nachstellen. Hierbei bekommen sie auch umgehend R\u00fcckmeldung, ob ihre Ausf\u00fchrung funktioniert und welche Probleme dabei auftreten. Wechselt man dann noch mehrmals zwischen \u00dcbungsform und Freiform hin und her, erm\u00f6glicht man seinen Sch\u00fctzlingen eine eigene \u00dcbertragung des Gelernten auf das reale Spiel. Hierbei kann man nat\u00fcrlich jederzeit L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge einbringen und auch gew\u00fcnschte Spielprinzipien ansprechen. Je nach Leistungsstand und Alter muss dieser Prozess nat\u00fcrlich unterschiedlich stark unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Man erzielt dadurch aus meiner Sicht mehrere positive Effekte. Als erstes f\u00f6rdert man Kreativit\u00e4t und Entscheidungsfindung. \u00dcbungsformen werden in den Kontext des echten Spiels gestellt und \u00dcbende bekommen eine umgehende R\u00fcckmeldung, ob ihre L\u00f6sung und technische Ausf\u00fchrung funktionieren kann oder wird. Zus\u00e4tzlich f\u00f6rdert man die Kommunikation innerhalb der Mannschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Als sch\u00f6nen Nebeneffekt gewinnt man eine Qualit\u00e4tskontrolle f\u00fcr seine Trainings\u00fcbungen. Wenn mir als Trainer selbst kein sinnvoller Anwendungsfall der \u00dcbungsform f\u00fcrs Spiel einf\u00e4llt, ist es vermutlich keine gute \u00dcbungsform.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trainingsformen Im Karate unterscheidet man im Training drei Arten. Kihon ist das Training der Grundtechniken, Kata das Laufen vorgegebener Choreographien und Kumite der Kampf. Karateka m\u00f6gen mir diese starke Vereinfachung verzeihen. 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